Unsere Vision

Nirgends ist der Schatz ungehobener Innovationspotenziale zum Thema Co2-Footprint größer als in Kommunen, Institutionen und bei kleinen und mittelständischen Unternehmen. Gemeinsam mit  entschlossenen und agilen Mittelständlern wollen wir umsetzen, was längst als richtig, wichtig – und wirtschaftlich notwendig –erkannt ist. Und damit schnell einen wesentlichen Beitrag leisten zu der großen Aufgabe, die uns alle vereint.

partner und Kunden

ORCA arbeitet mit und für entschlossene(n) Unternehmen, Kommunen und Institutionen. Dabei fließen die Grenzen zwischen Geben und Nehmen – wir vernetzen uns und andere, um konkrete Ergebnisse zu erreichen. So wirtschaftlich und so schnell wie möglich. Wer erkannt hat, was richtig und wichtig ist, kann Unterstützung erhalten – und selbst unterstützen. Bei Analyse, Beratung, Planung und Umsetzung von Maßnahmen, die dazu beitragen, unsere Umweltbilanz vom Soll ins Haben zu bringen.

ZUM BEISPIEL...

ORCA-Projektkunden sind Unternehmen, Institutionen und Kommunen – z.B.:

DEUTSCHES MEERESMUSEUM, STRALSUND
Das Deutsche Meeresmuseum mit seinen Töchtern Ozeaneum, Nautineum und Natureum ist eines der weltweit führenden Häuser seiner Art. Nicht erst seit Beginn eines groß angelegten Modernisierungsprojektes machte sich das Team um Direktor Dr. Harald Benke Gedanken darüber, wie im zweitgrößten deutschen Museum ein zeit-gemäßer Umwelt- und Klimaschutz umsetzbar wäre, ohne dabei die Finanzen aus den Augen zu verlieren. Man beschloss, das Thema gemeinsam mit ORCA anzupacken.

„Schon die ersten Gespräche mit ORCA hinterließen im Team den Eindruck, auf einem guten Weg zu sein“, erinnert sich Direktor Benke. „Der pragmatische ORCA-Ansatz, schon während der ersten Analysen schnell umsetzbare Maßnahmen vorzuschlagen und zu begleiten, um dann gemeinsam die erarbeiteten Erkenntnisse in realitätstaugliche Projektpläne zu überführen, hatte uns schnell überzeugt.“

Besonders groß war die Übereinstimmung auch hinsichtlich der Projektprioritäten.

 „Dass ORCA nicht zuvorderst an CO2-Kompensationen durch den Ankauf von CO2-Zertifikaten denkt, sondern tatsächliche Verkleinerungen des Klima-Fußabdrucks im Auge behält und so mögliche ‚Greenwashing‘-Effekte vermeidet, stieß bei unseren Mitarbeitern sofort auf Zustimmung“, bestätigt Dr. Benke. Seine Erwartungen hinsichtlich der Verkleinerung des ökologischen Fußabdrucks des Deutschen Meeresmuseums sah Dr. Harald Benke bereits auf den ersten gemeinsam zurückgelegten Wegstrecken erfüllt.

„Die vertrauensvolle Zusammenarbeit, kurze Reaktionszeiten, hoch motivierter persönlicher Einsatz und eine Vielzahl konkreter, unmittelbar umsetzbarer Vorschläge sorgten schnell für Trittsicherheit auf dem für uns noch neuen Feld zeitgemäßen Klimaschutzes. Dass ORCA gemeinnützig tätig ist, war dabei zwar nicht Voraussetzung, aber ein absolut willkommener Mehrwert!“ Nun freut man sich in Stralsund auf die anstehenden nächsten Projektschritte mit ORCA – gute Ideen ergaben sich aus den bisherigen Gespräche zur Genüge.

HERRMANN BOCK, VERL
Hermann Bock ist eines jener Unternehmen, von denen die Politik gerne spricht, wenn die besonderen Qualitäten des Standortes Deutschland herausgestellt werden sollen: Das 100jährige Familienunternehmen, ein weltweit erfolgreicher Hersteller hoch qualifizierter Pflegebetten, produziert von A-Z am angestammten Standort im westfälischen Verl. 

Klaus Bock, Gründer-Urenkel und geschäftsführender Gesellschafter, führt das Unternehmen mit jener Mischung aus Kopf und Herz, die dem inhabergeführten Mittelstand seinen fast schon traditionellen Performance-Vorsprung im Vergleich mit börsennotierten Konzernen sichert: Entscheidungen müssen sich rechnen, aber ebensosehr zur gelebten Unternehmenskultur passen. 

‚Nachhaltigkeit‘ wurde Unternehmen wie Hermann Bock bereits zu Zeiten ins Stammbuch geschrieben, als der Begriff noch nicht in aller Munde war. Wenn eine solche Firma beschließt, dass der Zeitpunkt gekommen sei, einen entschlossenen Schritt in Richtung Klimafreundlichkeit zu tun, dann geht es nicht um PR oder eine neue Seite im CSR-Bericht: „CO2-Neutralität ist für uns sicher ein besonders dickes Brett – aber definitiv eines, das gebohrt werden muss“ stellt Klaus Bock mit Blick auf seine hohe Fertigungstiefe fest. „Wir decken hier am Standort die gesamte Wertschöpfungskette ab – von den Stahlprofilen bis zum beim Kunden aufgebauten Bett. Das macht den Weg zur Klimaneutralität lang und verzwickt. Aber wir haben ihn eingeschlagen, wollen mittelfristig das umwelt- und klimaneutrale Pflegebett anbieten. Und sind froh, dabei das Team von ORCA an unserer Seite zu wissen.“
Für ORCA ist Hermann Bock ein Idealfall. „Seit Umwelt- und Klimaschutz zu Modebegriffen werden, will eigentlich fast jedes Unternehmen irgendwie mitmachen“, weiß ORCA-Gründungsgesellschafter und Mit-Geschäftsführer Dr. Thomas Henningsen. „Das ist natürlich gut und richtig. Nur leider belassen es viele solcher Unternehmen dabei, einen ‚grünen’ Eindruck machen zu wollen. 

Dazu werden dann Kompensationszertifikate für Emissionen erworben, anstatt das Übel bei der Wurzel zu packen. Nur, wer konkret den eigenen Umwelt- und Klima-Fußabdruck zu verkleinern sucht und so wirklich Verantwortung übernimmt, kann glaubwürdig zur Zukunftssicherung beitragen. “ Gute Kompensationsprojekte sind geeignet, nicht vermeidbare Emissionen auszugleichen. Sie können und dürfen aber, so die den ORCA-Konzepten zugrunde liegende Erkenntnis, wirkliche Maßnahmen auf Produkt- und Unternehmensebene nicht ersetzen.

Bei Hermann Bock ist man zu derselben Ansicht gelangt. „Nur Ablaßscheine für begangene Sünden zu kaufen, war noch nie eine Lösung. Der Weg muß sein, die Zahl der Sünden so weit wie möglich zu verringern“, schmunzelt Klaus Bock. „Natürlich geht das nicht über Nacht. Aber es ist erstaunlich, wie viele wirksame Schritte man ohne große Vorbereitungen gehen kann – von einem Tag auf den anderen.“
Die ORCA-Vorgehensweise in Projekten folgt einem bewährten Muster: Nach einem Gespräch über Ziele und Möglichkeiten erfolgt – per Dokumentenstudium und vor Ort – eine Bestandsaufnahme, in der ORCA-Fachleute die wesentlichen Eckdaten zum Umwelt- und Klima-Footprint des Kunden sammeln. Diese Daten werden analysiert und gemeinsam mit ersten, nach Handlungsfeldern in leicht umsetzbare Module gefassten Empfehlungen präsentiert.

Die bei Hermann Bock im Projekt mitarbeitenden Teammitglieder entschieden sich dafür, mit der Verbesserung der Flächenstrukturen rund um den Standort zu beginnen: „Wir waren erstaunt, wie viel wir durch eine Kombination aus Entsiegelung und ökologisch ausgerichteter Begrünung von Flächen erreichen können und haben beschlossen, sofort damit zu beginnen. ORCA hat uns dazu konkrete Vorschläge gemacht und bei der Auswahl geeigneter Dienstleister zur Seite gestanden. Auch im Rathaus war man froh über unsere Initiative – dort wollte man uns ohnehin schon auf solche Möglichkeiten ansprechen, wie wir erfuhren.“

Klaus Bock freut sich über den Katalog mit überschaubarem Aufwand darstellbarer Maßnahmen für Standort und Produktion, denn der größte Brocken braucht Zeit und Konsequenz: „Die weitaus umfangreichste Position in unserer Bilanz ist das Aluminium, aus dem wir viele Bauteile für unsere Systeme herstellen. Hier müssen wir komplexe Zusammenhänge durchdringen – einen Werkstoff zu ersetzen, ist in einem hoch regulierten Segment wie dem der Medizinprodukte eine echte Herausforderung. Aber gleichviel: Wir werden auch das gemeinsam mit ORCA anpacken. Und waren beeindruckt, wie einhellig auch unsere internationalen Partner uns auf diesem Weg unterstützen. Umwelt und Klima machen eben nicht an Grenzen Halt – und gerade in den letzten Monaten haben wir weltweit erleben müssen, wie schnell sich die Klimakrise von der abstrakten Nachrichtenmeldung zur überall präsenten Katastrophe gewandelt hat!“

AVENCY, MÜNSTERLAND
Um der Klimakrise entgegen zu wirken, beschäftigen sich Unternehmen zunehmend mit den Möglichkeiten, den eigenen ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten. Auch bei avency ist man sich der Verantwortung in Sachen Klimaschutz bewusst – Nachhaltigkeit ist ausdrücklicher Teil der Strategie des Unternehmens aus Ostbevern: Auf ökologischer, ökonomischer und auf sozialer Ebene hat das Team um Geschäftsführer Roland Albers Maßnahmen angeschoben, um seinen Beitrag für eine klimaneutrale Zukunft leisten.

Als wichtigen Schritt auf ihrer Nachhaltigkeitsagenda hat avency die Zusammenarbeit mit ORCA empfunden. „Bei gemeinsam durchgeführten Analyse wurden klima- und umweltrelevante Daten wie Energie-, Kraftstoff- und Wasserverbrauch identifiziert; auch unser Mobilitätskonzept spielte eine Rolle.  Die Resultate wurden nach den Standards des des international anerkannten Greenhouse Gas Protocol kategorisiert und analysiert. 

Wir sahen: Mit 62% wurde ein Großteil der durch uns verursachten Emissionen durch den Einsatz fossiler Brennstoffe freigesetzt. Gleich danach kam mit 22% der Stromverbrauch an unserem Standort und in unserem Rechenzentrum…“

Obwohl Albers einen großen Teil des Weges noch vor sich sieht, hat man bei avency bereits einiges erreicht: Am Standort Ostbevern wird Fernwärme genutzt und eine Photovoltaikanlage betrieben, man stärkt über den Geschäftsbereich EAAZE die e-Mobilität, setzt Elektro- und Hybridfahrzeuge als Firmenwagen ein und fördert Job-Fahrräder für Mitarbeiter.

Weitere Maßnahmen sind in Planung. Die weitere Sensibilisierung und Schulung der avency-Teams, ein Projekt zur Aufforstung und der Wechsel zu einem konsequent auf regenerative Energie setzenden Stromanbieter sind fest eingeplant. „Jeder steht in der Verantwortung, zum Umwelt- und Klimaschutz beizutragen.“, weiß Roland Albers. „Deshalb möchten wir mit unseren Möglichkeiten von der Seite des Problems auf die Seite der Lösung wechseln. Und damit womöglich auch andere motivieren, ihren Beitrag zu leisten“.

DIETMAR DREIER, DUISBURG
Der Duisburger Library Supplier Dietmar Dreier ist ein gutes Beispiel dafür, wie man den eigenen Klima-Footprint mit leistbaren Mitteln beachtlich verringern kann, wenn man denn entschlossen anpackt.
„Authentizität und Glaubwürdigkeit sind so was wie die DNA dieses Betriebs“, fasst Dr. Peter Faupel zusammen. Faupel ist einer der Gründer von ORCA; jener gemeinnützig arbeitenden Beratergruppe, mit deren Unterstützung Dietmar Dreier sich auf den Weg in die Klimaneutralität gemacht hat.
 „Wir haben immer Gelegenheiten gesucht und gefunden, im Rahmen unserer Möglichkeiten zum Klimaschutz beizutragen“, betont Diane Korneli-Dreier. „Durch Peter Faupel, den wir schon seit langem kennen, wurden wir auf ORCA aufmerksam. Und damit auf viele weitere Schritte, die wir in Richtung Klimaneutralität gehen können, ohne uns komplett zu überfordern.“ Kurz entschlossen beauftragte man ORCA, den eigenen Footprint nach den Standards des international anerkannten Greenhouse Gas Protocols zu analysieren. Und nach jenen ‚niedrig hängenden Früchten‘ im Unternehmen zu suchen, die man mit überschaubarem Aufwand zugunsten des Klimaschutzes würde ernten können. 

Wo beginnen?

Viele Unternehmen wären im Thema Klimawandel längst bereit, von der Seite des Problems auf die Seite der Lösung zu wechseln. Wo aber beginnen? Was hilft wirklich, was macht Sinn? Was können wir uns leisten? Nur zu oft wirkt die Größe des Problems entmutigend, die Komplexität der Zusammenhänge einschüchternd. Dennoch: „Die Menschen wundern sich immer wieder, wie viele Lösungen es bereits gibt“ sagt Dr. Thomas Henningsen. Er muss es wissen: Als deutscher Greenpeace-Campaigner der ersten Stunde schaut der Meeresbiologe seit 35 Jahren ganz genau hin, wenn es um wirksamen Umweltschutz geht. „Unternehmen wie Dietmar Dreier beweisen auf wunderbare Art, wie es gehen kann. Mit ORCA wollen wir solchen Firmen wie auch Kommunen und Institutionen dabei helfen, so schnell wie möglich ins Handeln zu kommen.“

Schulterschluss im Börsenverein

Wie wichtig – und wie machbar – Maßnahmen rund um den Footprint der Branche insgesamt längst geworden sind, betont auch Dr. Kyra Dreher, Geschäftsführerin Fachausschüsse beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels. 

„In eigenen Arbeitsgruppen und in Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedern arbeiten wir intensiv an Konzepten zur Verkleinerung unserer Footprints. Beispiele wie das Projekt bei Dietmar Dreier und die Unterstützung engagierter Organisationen wie ORCA sind dabei enorm hilfreich. Denn in hoch komplexen Themen wie dem Klimaschutz ist nicht nur aller Anfang schwer, sondern auch jede Fortsetzung. Hier sind Schulterschluss und Erfahrungsaustausch besonders wichtig, um schnellstmöglich im Interesse aller voranzukommen.“

 Klimaneutral in 2023?

„Natürlich sind wir stolz darauf, schon aus den ersten Phasen unseres Klimaprojektes so konkrete, belegbare Ergebnisse vorweisen zu können,“ freut sich Diane Korneli-Dreier. Schon durch die ersten nach der ORCA-Analyse umgesetzten Maßnahmen konnten die CO2-Emissionen unkompliziert um 47% reduziert werden. Und jüngst ehrte das Umweltbundesamt das Unternehmen mit der Urkunde 'Grüner Beschaffen', weil Dietmar Dreier zu 100% recyceltes Papier einsetzt.  „Kein Grund, uns auf unseren Lorbeeren auszuruhen – im Gegenteil! Wir streben an, bis spätestens 2023 klimaneutral zu werden. Und haben dazu eine Arbeitsgruppe Umwelt- und Klimaschutz eingerichtet, die bereits die nächsten Maßnahmen plant.“

Auch betriebswirtschaftlich folgerichtig 

Tatsächlich nimmt die ohnehin überwältigende Zahl der Argumente für entschlossenes Handeln täglich weiter zu. Denn mit den in den vergangenen Monaten auf EU- und Bundesebene in Kraft getretenen und auf den Weg gebrachten Regelungen ist es schon allein aus kaufmännischer Sicht alternativlos geworden, das Thema CO2-Reduzierung für sich zu entdecken. „Natürlich sehen wir all’ die in  der Tat bedenklich stimmenden ‚harten Fakten‘ rund um die Klimaproblematik jeden Tag. Wir erleben aber gleichzeitig, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenso wie unsere Familien es als wesentliche Leistung unserer Firmen-Familie sehen, dass wir gemeinsam etwas getan haben – und weiter tun. Das motiviert und bestärkt alle in der Gewissheit, dass wir zusammen etwas bewegen können. Man muss nur entschlossen beginnen!“